atCalls (2004-2007)



atCalls started as a social utopia: free circulation of relevant information ought to be a social sculpture and undermine the capitalistic functionality of some fields of artistic practises. executed as a free platform of information about calls concerning fine arts, media arts and theory the aim was to decrease the pressure of competition by providing equal access to all interested parties. often artists -especially in the net-context- are acting as collectives, but when it comes to redistribution of calls and opportunities most of them are not willing to pass on the according information. too big is the pressure to catch every single chance to enhance their individual career advancements or to get support for their own projects.

the setup and expansion of the infrastructure for atCalls came about in different steps: starting as an unregular newsletter distributed to friends only, soon a blog was installed to make the gathered calls easier accessible to a broader public. Not long after this a regular newsletter had been set up. this form of communication persisted over the years, only the process of collecting information changed from time to time. different free blog-platforms and other systems had been tested to optimize the workflow.

after some unsuccessful attempts to get funds of different kinds the project has been discontinued since october 2007. the amount of regular users at this time worldwide was around 500.

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atCalls war ein projekt als verwirklichung einer sozialen utopie: freie zirkulation relevanter information sollte als soziale plastik die mechanismen der kapitalistische funktionsweise einiger felder künstlerischer arbeit unterwandern. ausgeführt als kostenlose informationsplattform für ausschreibungen in den bereichen bildende kunst, medienkunst und theorie war das ziel die in diesen feldern herrschende konkurrenz durch einen gleichberechtigten zugang zu information für alle interessierten zu mindern. handeln die beteiligten künstler/innen vor allem im kontext des netzes ansonsten oftmals kollektiv, passiert dies auf der ebene der weitergabe von ausschreibungen, stipendien und calls for papers nur in den seltensten fällen. zu gross ist der druck jede einzelne chance wahrnehmen zu müssen um im eigenen fachgebiet weiterzukommen oder gar unterstützung für ein geplantes projekt zu erhalten.

der auf- und ausbau der infrastruktur dieses projektes erfolgte in mehreren schritten: anfänglich nur als newsletter in loser folge für befreundete künstler/innen umgesetzt wurde im rahmen der angestrebten erweiterung der rezipientengruppe ein blog installiert, auf dem die ausschreibungen veröffentlicht wurden. kurz danach wurde zusätzlich zum blog ein regelmäßiges sammelmail and interessierte subskribienten verschickt. diese form der kommuniktion zog sich dann im wesentlichen über die jahre durch, verändert wurde lediglich die methode des sammelns von information: verschiedene freie blog- plattformen und andere systeme wurden erprobt um den arbeitsaufwand möglichst gering zu halten.

nach mehreren erfolglosen versuchen ressourcen verschiedener art für das projekt aufzutreiben wurde es im oktober 2007 eingestellt. die anzahl der regelmäßigen nutzer zu diesem zeitpunkt betrug weltweit etwa 500 personen.

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